Herzberg. Aufstehen, hinsetzen, Treppen steigen – mit Schmerzen in den Knien waren selbst alltägliche Bewegungen für Holger Breuwers seit Jahren eine Qual. Anfang Februar 2015 wurde ihm in der HELIOS Klinik Herzberg/Osterode am linken Knie ein künstliches Kniegelenk implantiert (KORN-Magazin berichtete). Vollauf zufrieden mit dem Ergebnis ließ sich der Osteroder in diesem Sommer nun auch im schmerzenden rechten Knie ein künstliches Kniegelenk einsetzen. Bei beiden Eingriffen nutzen Chefarzt Dr. med. Christian Voigt und sein Team die sogenannte patientenspezifische Instrumentierung (PSI®).

Erhöhte Positionsgenauigkeit
Beim PSI®-Verfahren werden im Vorfeld mit dem MRT 3D-Aufnahmen vom Kniegelenk und vom Bein erstellt. Ausgehend von diesen werden patientenindividuelle Schnittschablonen angefertigt, die eine optimale Positionsgenauigkeit des künstlichen Kniegelenks ermöglichen. „Der Eingriff wird minimalinvasiv, d.h. durch knopflochkleine Zugänge durchgeführt, die Patienten profitieren hier von kleinen Schnitten und geringer Narbenbildung“, erläutert Dr. med. Christian Voigt, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie, weitere Vorteile.

Patienten aus ganz Deutschland

„Nach dem ersten Eingriff war für mich war völlig klar, dass ich auch mein anderes Knie von Dr. Voigt in Herzberg behandeln lasse. Beide OP´s waren ein voller Erfolg. Jetzt kann ich mich endlich wieder schmerzfrei im Alltag bewegen“, sagt Holger Breuwers. Völlig klar, dass ihr Knie nur mit dem PSI®-Verfahren und in der HELIOS Klinik Herzberg/Osterode behandelt wird, war die Sache auch für Renate Staffa. Selbst seit Jahren unter Kniebeschwerden leidend, las die Sächsin im Harz-Urlaub den Bericht des KORN-Magazins über die erste Knie-OP von Holger Breuwers und vereinbarte einen Termin bei Dr. Voigt. Die Anfahrt von über 350 km zur Operation nahm sie gerne in Kauf. „Meine Entscheidung war absolut richtig – mein Knie ist jetzt viel beweglicher und ich fühlte mich pflegerisch wie ärztlich sehr gut betreut“, sagt Renate Staffa. „Im nächsten Frühjahr komme ich wieder in die Klinik – dann ist das rechte Knie dran.“


Jährlich werden in der HELIOS Klinik Herzberg/Osterode etwa 80 bis 100 Kniegelenke implantiert, sowohl an Privat- und Kassenpatienten. „Wie die Beispiele von Herrn Breuwers und Frau Staffa zeigen, haben wir mit der PSI®-Technik sehr gute Erfahrungen gemacht. Mittlerweile kommen Patienten aus ganz Deutschland zu uns“ sagt Chefarzt Dr. med. Christian Voigt.